Die inhaltlichen Angebote der Puppenbühne sind traditionsgemäß vielfältig. Auch wenn in vielen Stücken nebenbei wichtige und lehrreiche Inhalte vermittelt werden, so steht der Spaß des Publikums immer im Vordergrund, egal ob in den über vierzig lustig-spannenden Kurzabenteuern des Bamberger Kasperls oder den großen, themen- und jahreszeitneutralen Abenteuern.
Bereits Bühnengründer Hans Herrnleben entwickelte in den 50er-Jahren Stücke mit dem Bamberger Kasperl zu den Themen „Sicherheit im Straßenverkehr“ und „Fremdentoleranz“. Lehrreiche Themen blieben aber auch danach ein Hauptaugenmerk des Familienbetriebs: Das Thema „Ausländerfeindlichkeit“ wurde 1984 im Stück „Die Geistermühle“ aufgearbeitet, seit 1988 ist das Thema „Umweltschutz“ in vielen Stücken der Bühne integriert. 1992 wurde das Portfolio an Inszenierungen auf das Thema „Gesunde Ernährung“, 1995 auf „Suchtprävention“ erweitert.
Eine weitere Spezialität der Puppenbühne Herrnleben ist die Inszenierung von Märchen und Abenteuern mit dem Bamberger Kasperl, rund 50, auch viele nach den Gebrüdern Grimm, kamen bereits zur Aufführung.
Englisch zu sprechen ist für den Bamberger Kasperl auch nichts außergewöhnliches. Bereits einige Male trat die Puppenbühne mit großem Erfolg in Elementary Schools der amerikanischen Kasernen auf.
Ihre humoristische Ader leben die Herrnlebens in ihrem Puppenkabarettprogramm für Erwachsene aus, in dem sie etwas frech, zweideutig-frivol, gesellschafts- und politikkritisch aktuelle Themen verarbeiten. Ob Unternehmergeburtstage, Firmenjubiläen oder Hochzeiten, das Programm mit Hand-, Stockpuppen sowie der in Deutschland bisher nur durch Rolf Trexler bekannten javanischen Stabpuppenmechanik wurde oft zum Highlight von Veranstaltungen.
Als eine der wenigen Bühnen Deutschlands ist es der Puppenbühne Herrnleben möglich, mit originalen Figuren und Requisiten Stücken aus den Gründerjahren aufzuführen. Die oft sehr rauen und derben Stücke, die ausschließlich vor Erwachsenen aufgeführt werden, versetzen die Zuschauer zurück in die Zeit zwischen 1940 und 1960 und das damalige Flair des Kasperltheaters.






